Pferdewippen Training

Pferdewippen Training

Ganzheitliche Fitness auf zwei Kufen

Egal ob Reitpferde, Pferde in Aufbau- & Rehaphasen oder Rentnern, Wippentraining bietet für alle eine gelungene Abwechslung und stellt aus osteopathischer, physiotherapeutischer und psychologischer Sicht eine intensive ganzheitliche Trainings – und Therapieform dar, die alle Körperstrukturen und – funktionen des Pferdes anspricht und sie langfristig in ein physiologisches Gleichgewicht bringen kann. Genau wie bei uns Menschen, stehen alle Körpersysteme (Bewegungsapparat, Organe, Faszien, Nerven& Gehirn, Hormondrüsen und Stoffwechsel, u.v.m.) auch im Pferdekörper über vielfältige Verbindungen miteinander im ständigen Austausch und beeinflussen sich auch bei der Entstehung von Dysfunktionen wechselseitig.

Alle 5 grundmotorischen Fähigkeiten, die aus der Sport- und Bewegungswissenschaft bekannt sind, werden zeitgleich im gesamten Pferdekörper trainiert.

Dabei kann durch die Wahl der Wippengröße und Art der Wippbewegungen der Schwerpunkt, je nach Zielsetzung, fokussiert werden.

Die kleine Zweibeinwippe kommt alternativ für die Vorder – oder Hinterhand zum Einsatz.

Vorderhandwippe: rotatorische Mobilisierung der vorderen Wirbelsäulenabschnitte, der Schulterblätter und des Brustkorbes inkl. Dehnung der dazugehörigen muskulären und faszialen Strukturen.

Hinterhandwippe: rotatorische Mobilisierung des Iliosacralgelenkes (Kreuzdarmbeingelenk) und der Lendenwirbelsäule.

Auf der Ganzkörperwippe stehen besonders die Mobilisierung der Wirbelsäule in Längsrichtung, die Aktivierung der Rumpfhebe – & Bauchmuskulatur und damit verbunden die Aufwölbung des Rückens sowie Balance- und Koordinationstraining des gesamten Körpers im Vordergrund.

Für jedes Wippentraining gilt:

  • äußerst gelenkschonend
  • Kräftigung der gesamten Muskulatur inkl. der Tiefenmuskulatur
  • Mobilisierung der Gelenke (Wirbelsäule, Extremitäten)
  • Förderung der Propriozeption, des Körpergefühls und der Trittsicherheit
  • Verbesserung der Balance und Koordination
  • Dehnung von Faszien, Muskulatur und Sehnen
  • Trainiert beide Körperhälften gleichzeitig
  • Vorbereitung / Ergänzung zum Verladetraining
  • Trainieren auf kleinsten Raum, mit geringem Zeitaufwand und wetterunabhängig

Auf die Wippen, fertig, loswippen!

Ganz so schnell geht es nicht, denn eine solide Basisarbeit ohne Wippe ist nicht nur aus Sicherheitsaspekten für das Pferd, sondern auch für das Erarbeiten der gesundheitsfördernden Bewegungsabläufe unerlässlich. Auch hier erfährt der Pferdekörper zahlreiche positive Impulse.

Höfliches Warten, sicheres Betreten eines begrenzten Untergrundes (in Form von unterschiedlich instabilen Matten) mit vier oder auch nur zwei Hufen, ausbalancierter und achsengerechter Stand, Körperschwerpunktverschiebungen bei festem Huf-Bodenkontakt gehören ebenso zur Basis wie ein sicherer Abgang von der Matte.

Wer dieses kleine 1×1 des Geräteturnens zuverlässig beherrscht ist bereit für die echte Wippe und wird dort dank der Basisarbeit schnell echte Wippbewegungen erzeugen können.

Trotz der zahlreichen positiven Effekte des Wippentrainings, muss bei körperlichen Auffälligkeiten/ Einschränkungen immer eine Diagnostik durch den Tierarzt und/oder Pferdetherapeuten erfolgen, um schwerwiegende Erkrankungen auszuschließen bzw. die primäre Erkrankung medizinisch zu behandeln!

Bei akuten Entzündungsprozessen ist Wippentraining kontraindiziert.